USA – Künstlich erzeugte Röntgenbilder sind inzwischen so realistisch, dass selbst erfahrene Radiologen Schwierigkeiten haben, sie von echten Aufnahmen zu unterscheiden. Das zeigt eine aktuelle Studie im Fachjournal Radiology.
Untersucht wurde, wie gut Ärzte und KI-Systeme sogenannte „Deepfake“-Röntgenbilder erkennen können. Hintergrund ist die rasante Entwicklung generativer KI, die inzwischen in der Lage ist, medizinische Bilder allein auf Basis von Texteingaben zu erzeugen. Das wirft zugleich die Frage auf, wie verlässlich Bilddaten künftig noch sind. Für die Studie wurden 17 Radiologen aus verschiedenen Ländern einbezogen. Sie beurteilten in mehreren Durchläufen unterschiedliche Bilddatensätze.
Zunächst analysierten sie 154 Röntgenbilder aus verschiedenen Körperregionen, jeweils zur Hälfte echte und KI-generierte Aufnahmen. Später folgte ein zweiter Datensatz mit 110 zusätzlichen Bildern, die mit einem spezialisierten KI-Modell erzeugt worden waren. Im ersten Schritt wussten die Radiologen nicht, dass sich künstliche Bilder darunter befanden. Nur ein Teil bemerkte überhaupt Auffälligkeiten. Erst nachdem sie informiert wurden, sollten sie gezielt unterscheiden, ob es sich um echte oder synthetische Aufnahmen handelt. Die Trefferquote lag dabei im Schnitt bei rund 75 Prozent. Parallel wurden auch verschiedene KI-Systeme getestet. Sie erhielten dieselben Bilder und sollten ebenfalls entscheiden, ob diese echt oder künstlich erzeugt sind. Keines der Systeme konnte alle Bilder korrekt einordnen.
Die Radiologen konnten krankhafte Veränderungen auf den KI-generierten Bildern nahezu genauso zuverlässig erkennen wie auf echten Röntgenaufnahmen. Die Bilder wirken also nicht nur realistisch, sondern sind auch medizinisch plausibel. Die Autoren warnen deshalb vor möglichen Folgen. Künstlich erzeugte Bilder könnten in Forschungsdatensätze gelangen oder gezielt eingesetzt werden, etwa um Diagnosen zu beeinflussen oder falsche Befunde zu erzeugen. Gleichzeitig sehen sie auch Chancen, etwa für Ausbildung und Training mit seltenen Krankheitsbildern. Um Risiken jedoch zu begrenzen, fordern die Autoren unter anderem eine bessere Schulung im Umgang mit KI-Bildmaterial sowie technische Lösungen zur Kennzeichnung und Nachverfolgung künstlich erzeugter Daten.
Schlagwörter:
SOUTH CERNEY/LEIPZIG – Das britische Könighaus hat Röntgenaufnahmen von einer Versteigerung zurückziehen lassen. Die Aufnahmen, die ...
HEIDElBERG - Bestimmte Bakterien können mit Hilfe einer molekularen Tarnkappe Abwehrreaktionen des Immunsystems verhindern, wie Wissenschaftler jetzt ...
HAMILTON, Kanada – Wie es um die eigene Vitamin-D-Versorgung bestellt ist, lässt sich anhand von Zahnröntgenaufnahmen ablesen, wie kanadische Forscher ...
BASEL, Schweiz – Globaler Aufruf von 206 WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen und medizinischen Fachpersonen aus 29 Ländern sowie von neun ...
ROSTOCK - Für Patienten mit schweren Tumor-Erkrankungen im Kiefer oder nach Verkehrsunfällen ist Hoffnung in Sicht. Forscher entwickeln derzeit ein ...
SCHAAN, Liechtenstein – Bei der erfolgreichen Anfertigung von adhäsiven Restaurationen gilt eine Trockenlegung als essenziell, um eine Kontamination der ...
Budapest – Während Gesundheitsfürsorgesysteme 4,4 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verursachen und die Zahnmedizin bis zu 5 Prozent...
Jüngst machten sich Zahnärzte und deren Partner unter der Schirmherrschaft der CURADEN-Academy und der Betreuung von Academy-Leiterin Katina ...
BRÜSSEL/LEIPZIG – Mehrere Mitglieder des Europäischen Parlamentes (MEP) haben dem Europäischen Kommissar für Gesundheit und ...
HANAU – Der Dentalhersteller Heraeus Kulzer firmiert ab Juli unter dem Namen Kulzer. Mit Mitsui Chemicals als starker Muttergesellschaft im ...
Live-Webinar
Mi. 8. April 2026
14:00 Uhr (CET) Zurich
Live-Webinar
Mi. 8. April 2026
19:00 Uhr (CET) Zurich
Live-Webinar
Do. 9. April 2026
19:00 Uhr (CET) Zurich
Live-Webinar
Do. 9. April 2026
20:00 Uhr (CET) Zurich
Prof. Moritz Kebschull, Cat Edney
Live-Webinar
Fr. 10. April 2026
14:00 Uhr (CET) Zurich
Live-Webinar
Fr. 10. April 2026
16:00 Uhr (CET) Zurich
Live-Webinar
Fr. 10. April 2026
17:00 Uhr (CET) Zurich
Dr. med. dent. Henrik-Christian Carl Hollay
To post a reply please login or register