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Interview: Der Smart Integration Award macht die Erfolgsgeschichten von Zahnärztinnen sichtbar

Interview: Der Smart Integration Award macht die Erfolgsgeschichten von Zahnärztinnen sichtbar Dr. Cécile Gütermann (links) und Dr. Wilma Meier gewannen den Smart Integration Award von Dentsply Sirona für verbesserte Patientenkommunikation durch digitale Behandlungsgeräte. © Dentsply Sirona
Dr. Cécile Gütermann (links) und Dr. Wilma Meier gewannen den Smart Integration Award von Dentsply Sirona für verbesserte Patientenkommunikation durch digitale Behandlungsgeräte. © Dentsply Sirona
By Dentsply Sirona
May 19, 2021

Dr. Cécile Gütermann und Dr. Wilma Meier gehören zu den 24 Zahnmedizinerinnen die 2019 erstmals den Smart Integration Award von Dentsply Sirona für innovative Behandlungskonzepte gewannen. Gemeinsam mit einem Studienfreund übernahmen die beiden Zahnärztinnen im Sommer 2018 eine zahnmedizinische Praxis in Zürich in der Schweiz. Zu ihren Erfahrungen, Herausforderungen und Ideen für die Zukunft befragte Dentsply Sirona die beiden Award-Gewinnerinnen.

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Sie haben 2019, gemeinsam mit 22 weiteren Frauen aus 7 Nationen, den Smart Integration Award von Dentsply Sirona gewonnen. Nochmals herzlichen Glückwunsch dazu! Können Sie kurz etwas zum Thema Ihrer Einreichung erzählen? Und wie kam es dazu, dass Sie sich für die Teilnahme am Award entschieden haben?
Gütermann: Wir haben uns damit beschäftigt, wie sich die Patientenkommunikation verbessern lässt. Denn Patienten möchten heute viel umfassender aufgeklärt und beraten werden. Wenn es einen Befund gibt, wollen Patienten sehen, wo dieser ist. Dafür braucht eine Praxis die richtigen Geräte – hierbei ist das Arbeiten mit der Intraoralkamera am Behandlungsplatz klar von Vorteil. Wir haben zum Beispiel auch überlegt, wie sich ein Behandlungsplan besser visualisieren lässt, sodass Patienten sich damit auch zuhause auseinandersetzen können.

Meier: Die Idee hinter dem Award hat uns gefallen. Wir wollten unsere Expertise einbringen. Und es ist schön, wenn man Entwicklungen mit beeinflussen und dann später sehen kann, wie sich diese Ideen weiterentwickelt haben.

Gütermann: Es ist toll, dass für die vielen erfolgreichen Frauen in unserem Berufsfeld so eine Öffentlichkeit geschaffen wird. Denn es ist ja immer noch so, dass Frauen tendenziell zurückhaltender sind und es oft nicht gewohnt sind, ihre Leistung zu präsentieren. Vor diesem Hintergrund ist es umso schöner, dass die Erfolgsgeschichten von Zahnärztinnen aus aller Welt über diesen Award sichtbar und Frauen motiviert werden, zu zeigen, was sie können.

Meier: Der Austausch mit den anderen Gewinnerinnen war sehr inspirierend. Sie alle hatten tolle Ideen, um Arbeitsprozesse und Behandlungen zu verbessern.

Im Jahr 2018 haben Sie gemeinsam mit Ihrem Kollegen Dr. Dr. Alexander Marti eine Bestandspraxis übernommen. Woher kennen Sie sich und wann fiel die Entscheidung?
Gütermann: Wir haben gemeinsam an der Universität Zürich studiert und sind nach dem Abschluss in Kontakt geblieben. Als dann eine renommierte Zürcher Praxis vor gut drei Jahren einen Nachfolger gesucht hat, haben wir die Gelegenheit genutzt. Wir konnten uns gegen sämtliche Mitbewerber durchsetzen.

Die Bewerbungsfrist für den diesjährigen Smart Integration Award ist der 28. Juni. © Dentsply Sirona

Wie haben Sie die Gründungszeit Ihrer neue Praxisgemeinschaft „Zahnärzte Obere Zäune“ erlebt? Vor welchen Herausforderungen standen Sie?
Meier: Das war eine sehr spannende Zeit, in der wir uns viele Gedanken gemacht haben und es vieles in kürzester Zeit zu organisieren galt. Für uns war es großartig, dass wir die Praxis so einrichten und ausstatten konnten, wie wir wollten. Die Zusammenarbeit mit unserem Architekten hat so gut geklappt, dass wir unsere Patienten auch während der Renovierung weiter behandeln konnten, was uns sehr wichtig war.

Wie ist die Praxis ausgestattet?
Gütermann: Da wir die Praxis genau nach unseren Vorstellungen gestalten konnten, wollten wir auch gleich das Beste nehmen. Wir arbeiten mit Teneo-Behandlungseinheiten für die zahnärztlichen Behandlungen und mit Intego für die Dentalhygiene. Sämtliche Einheiten verfügen über Heliodent-Röntgengeräte. Darüber hinaus haben wir in zwei Xios-Röntgenscanner, ein CEREC-System und einen neuen Sinterofen investiert.

Erzählen Sie kurz etwas über die Ausrichtung Ihrer Praxis, haben Sie Schwerpunkte und wie sieht die Zusammensetzung Ihrer Patientenschaft aus?
Meier: Unsere Praxis ist sehr breit aufgestellt, sodass wir auf individuelle Patientenbedürfnisse in der ästhetischen oder funktionalen Wiederherstellung eingehen können. Prophylaxe und die Vermeidung von Zahnschäden gehören zu unseren Schwerpunkten. Wir arbeiten mit einem großen Netzwerk von Spezialisten in der Schweiz zusammen und können so das gesamte Spektrum an Behandlungen anbieten. Unsere Patienten wissen es zu schätzen, dass wir auf die langfristige und persönliche Betreuung Wert legen und flexible Öffnungszeiten anbieten.

Wie sind Sie mit Ihrer Praxis durch die turbulenten vergangenen Monate gekommen?
Gütermann: Der Lockdown hat uns zunächst schlaflose Nächte bereitet. Als junges Unternehmen ist es besonders hart, wenn plötzlich alles stillsteht. Zum Glück haben wir ein tolles Team, dass uns tatkräftig unterstützt und etliche Stunden am Telefon verbracht hat, um alle Termine zu verschieben.

Hat Corona zu Änderungen an Ihrem Arbeitsablauf geführt, und wie rüsten Sie sich für die Zukunft?
Meier: Der Kantonszahnarzt hat uns Richtlinien zur Verfügung gestellt, an die wir uns halten. Stark verändert hat sich unser Arbeitsablauf aber nicht. Eine Zahnarztpraxis musste ja schon immer so geführt sein, dass Ansteckungen jeglicher Krankheiten von einem Patienten zum nächsten nicht möglich sind. Natürlich sind aber ein Händeschütteln oder ein Arzt-Patienten-Gespräch ohne Mundschutz nicht mehr denkbar, und auch die Mittagspause muss anders gestaltet werden. Zudem mussten wir flexibler werden, da wir viele kurzfristige Absagen aufgrund von Quarantäne, Isolation etc. haben. Früher hat man den Zahnarzttermin nicht wegen eines Schnupfens oder eines Kratzens im Hals abgesagt. Heute ist das anders. Wir behandeln auch keine Patienten, die krank sind. Wir triagieren unsere Patienten mittels Fragebogen. Alle sind vorsichtiger geworden.

„Deswegen begeistert mich die digitale Zahnmedizin: Sie macht die Behandlung für Patienten angenehmer, der Workflow lässt sich effizienter gestalten“

Spielt die Digitalisierung jetzt eine noch größere Rolle bei der Patientenversorgung?
Gütermann: Auf jeden Fall ist es sehr wichtig, die Arbeitsabläufe so effizient wie möglich zu gestalten. Leider ist es in unserem Beruf nun mal so, dass man nicht im Homeoffice arbeiten kann. Aber man kann Visualisierungen zum Beispiel telefonisch besprechen. In diesem Bereich wird die Digitalisierung sicher immer wichtiger werden.

Was sind Ihre besonderen Interessen und Schwerpunktthemen in der Zahnmedizin?
Gütermann: Unsere Praxis hat ja in dem Sinne keine starken Schwerpunkte. Ich schätze die Abwechslung und möchte meinen Patienten viele Behandlungsmöglichkeiten anbieten können. Was mich besonders begeistert ist allerdings die ästhetische Zahnmedizin, da sich rekonstruktiv oder mit Alignern beeindruckende Erfolge erzielen lassen.

Meier: Mein besonderes Interesse gilt der Optimierung des Workflows. Deswegen begeistert mich die digitale Zahnmedizin: Sie macht die Behandlung für Patienten angenehmer, der Workflow lässt sich effizienter gestalten. Um dies zu gewährleisten, legen wir großen Wert darauf, dass unsere Praxistechnologie auf dem neuesten Stand ist.

Haben Sie beide noch besondere Ziele?
Gütermann: Mit unserer Gemeinschaftspraxis haben wir unseren Traum verwirklicht und leben ihn jeden Tag. Unser Ziel ist es, weiterhin hochwertige Zahnmedizin anzubieten, uns kontinuierlich weiterzubilden und weiterzuentwickeln. Wichtig ist uns auch, dass unser Team sich wohlfühlt. Denn wenn in der Praxis eine gute Stimmung herrscht, merken das auch die Patienten. Wir sind stolz auf unser Team.

Anmerkung der Redaktion: Dentsply Sirona lädt interessierte Zahnärztinnen und Zahntechnikerinnen ein, ihre Ideen zur Gestaltung effizienter und komfortabler Arbeitsabläufe in der Zahnmedizin für den 2021 Smart Integration Award bis zum 28. Juni einzureichen. Dies können beispielsweise neue Konzepte, Skizzen oder Geschichten sein, mit denen Zahnärztinnen und Zahntechnikerinnen ihre Patienten bei der Therapie und Diagnose begeistern oder Vorschläge zu optimal vernetzten und effizienten Behandlungsabläufe in der Praxis von morgen, um Patienten bestmöglich einzubinden. Weitere Informationen zum Award und zur Bewerbung sind unter dentsplysirona.com/de/smart-integration-award zu finden.

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