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Psychische Belastung in der Schweiz trifft junge Frauen besonders stark

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Obsan

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Fr. 5 Juni 2026

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Neuchâtel – Psychische Belastungen werden in der Schweiz seit Jahren intensiver diskutiert, gerade mit Blick auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Das neue Bulletin „Psychische Gesundheit – Kennzahlen 2024“ des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) zeigt nun, dass sich an einigen Entwicklungen wenig verändert hat. Besonders Mädchen und junge Frauen bleiben statistisch deutlich häufiger von psychischen Belastungen und Behandlungen betroffen als gleichaltrige Männer.

Zwar gab die Mehrheit der Bevölkerung an, sich 2024 meistens oder ständig glücklich zu fühlen. Gleichzeitig gaben 7,2 Prozent der Befragten an, sich in den vergangenen vier Wochen meistens oder ständig entmutigt beziehungsweise deprimiert gefühlt zu haben. Frauen waren davon häufiger betroffen als Männer. Auch altersbezogen zeigt sich ein klares Bild: Jüngere Erwachsene zwischen 16 und 34 Jahren berichteten deutlich häufiger über psychische Belastungen als ältere Menschen. Auffällig bleibt insbesondere die Situation bei Mädchen und jungen Frauen bis 18 Jahre. Laut Obsan befinden sie sich häufiger wegen psychischer Erkrankungen in ambulanter und stationärer Behandlung, zudem bleibt ihre Hospitalisierungsrate aufgrund mutmasslicher Suizidversuche hoch. Seit 2021 liegt die Hospitalisierungsrate junger Frauen in psychiatrischen Kliniken laut Bulletin etwa doppelt so hoch wie jene gleichaltriger Jungen.

Parallel dazu steigen die Kosten der psychischen Gesundheitsversorgung weiter an. 2024 beliefen sich die Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung in diesem Bereich laut Obsan auf rund 3,2 Milliarden Franken. Mehr als die Hälfte entfiel auf ambulante Praxen.

Veröffentlicht wurde das Bulletin vom Schweizerischen Gesundheitsobservatorium Obsan im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit.

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