NEW YORK, USA – Trotz mehrfach bewiesenem Zusammenhang von Zahnfleischerkrankungen und Diabetes scheinen Diabetiker in Sachen Prävention kaum sensibilisiert. Eine Studie belegt, dass sie seltener zu Vorsorgeuntersuchungen gehen als Menschen, die nicht an Diabetes leiden.
Für Diabetiker ist eine gute Mundhygiene besonders wichtig, wie verschiedene Studien in den letzten Jahren bestätigen. So erhöht Parodontitis einerseits das Risiko an Diabetes zu erkranken, andererseits begünstigt auch Diabetes Zahnfleischerkrankungen. Regelmäßige Check-ups beim Zahnarzt sind für diese Risikogruppe daher ratsam.
In der Realität verhält es sich derzeit jedoch genau gegenteilig, wie eine Untersuchung des NYU Rory Meyers College of Nursing und der East Carolina University's Brody School of Medicine offenlegt. Diese im Journal of the American Dental Association veröffentlichte Studie wertete Daten von rund 2,5 Millionen US-Amerikanern, die über 20 Jahre alt waren, aus. Knapp zehn Prozent der Befragten waren Diabetiker, rund 30.500 hatten eine Vorstufe dessen. In einem Zeitraum von zehn Jahren zeigte sich bei allen Teilnehmern eine allgemeine Abnahme der Kontrolluntersuchungen. Diabetiker gingen allerdings am seltensten zum Zahnarzt.
Die US-amerikanische Studie brachte zudem Unterschiede bezüglich Herkunft und Geschlecht zutage, wobei weiße und weibliche Amerikaner regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen wahrnahmen.
Die Forscher sehen die Entwicklung kritisch und vermuten hinter den unregelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zwei mögliche Ursachen. Entweder spielen finanzielle Kosten eine Rolle, oder aber Diabetiker sind sich der Relevanz einer guten Mundhygiene nicht bewusst. Bei Letztgenanntem erscheint eine bessere Aufklärung vonseiten der Zahnärzte als notwendig.
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