Die Studie ist besonders relevant für zukünftige Langzeitmissionen im All. Dort müssen kleine Crews über Monate oder Jahre hinweg mit wenig Privatsphäre und begrenztem Kontakt zur Erde zusammenarbeiten. Die Erkenntnisse lassen sich aber auch auf andere extreme Arbeitsumgebungen übertragen, etwa auf U-Boote, Offshore-Plattformen oder abgelegene Forschungsstationen. «Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, soziale Dynamiken früh zu erkennen und Teams gezielt zu unterstützen», so Schmutz.
Gleichzeitig zeigte die Studie, dass tragbare Sensoren auch unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Sie machen Veränderungen im Teamalltag sichtbar, ohne die Crew stark einzuschränken. Künftige Studien sollen nun genauer untersuchen, welche sozialen Kontakte entlasten und welche zusätzlichen Stress erzeugen.
Literatur
Andrea Cantisani, Jan B. Schmutz et al. Social interactions in isolated, confined, and extreme environments: A study of Antarctic winter teams using wearable sensors. PNAS, 25 May, 2026. DOI: 10.1073/pnas.2533420123
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