Neuenburg – 2024 beliefen sich die Kosten des Schweizer Gesundheitswesens auf 97 Milliarden Franken. Das sind über 4% mehr als im Vorjahr. Nahezu zwei Drittel des Gesundheitswesens werden von den Haushalten finanziert, entweder direkt oder über die Krankenversicherungsprämien. Laut Bundesamt für Statistik (BFS) deuten die verfügbaren Teildaten im Jahr 2025 auf ein weiteres Kostenwachstum von über 3 % hin.
Zwei Drittel der Kosten des Gesundheitswesens entfielen 2024 auf Pflege- und Hilfeleistungen. Sie werden hauptsächlich von Spitälern, Arztpraxen und sozialmedizinischen Institutionen erbracht und nahmen zwischen 2023 und 2024 um 4,4% zu. Haupttreiber für diesen Anstieg waren die stationäre Kurativpflege (+6,6%) und die Langzeitpflege (+5,9%). Bei der ambulanten Kurativpflege sowie der Rehabilitation fiel das Kostenwachstum mit +1,6% bzw. +1,9% moderater aus.
Weniger Ausgaben für Prävention, mehr für Medikamente
2024 sanken die Ausgaben für Prävention gegenüber 2023 um 15,8% und erreichten damit das Vor-Corona-Niveau. Für Medikamente, therapeutische Apparate und Verbrauchsmaterial wurden hingegen 6,3% mehr ausgegeben als im Vorjahr. Die Verwaltungskosten des Gesundheitswesens, die hauptsächlich auf den administrativen Aufwand von Staat (+9,9 %), Sozialversicherungen (+0,7%) und privaten Versicherungen (−1,2%) entfallen, sind insgesamt um 2,0% gestiegen.
Kostenanstieg im Detailhandel um 8,7%
Die Spitäler waren 2024 mit 36,2% der Gesamtkosten die wichtigsten Leistungserbringer. Ihre Kosten erhöhten sich zwischen 2023 und 2024 um 3,3% und damit etwas weniger stark als jene der Arztpraxen (+3,6%). Bei den sozialmedizinischen Institutionen fiel das Kostenwachstum mit +4,4% gegenüber dem Vorjahr hingegen deutlicher aus. Auch im Detailhandel, der im Wesentlichen Apotheken umfasst, stiegen die Kosten markant (+8,7%). Demgegenüber sanken die Kosten für die vom Staat erbrachten Leistungen aufgrund der rückläufigen Präventionsausgaben im Jahr 2024 gegenüber 2023 um 9,4%.
Grosse kantonale Unterschiede
2024 beliefen sich die Gesundheitskosten schweizweit auf 10 792 Franken pro Kopf. Am höchsten waren sie im Kanton Basel-Stadt mit 13 709 Franken pro Kopf. Am anderen Ende der Rangliste lag der Kanton Uri. Dort fielen die Kosten mit 8671 Franken pro Kopf 37% tiefer aus als in Basel-Stadt. Auch bei den erbrachten Leistungen zeigen sich kantonale Unterschiede. Der Kostenanteil für ambulante Leistungen variierte beispielsweise zwischen 53,0% im Kanton Genf und 36,9% im Kanton Uri.
Die Haushalte tragen den Grossteil der Gesundheitskosten
Die Privathaushalte sind der wichtigste Finanzierungsträger des Gesundheitswesens. 2024 bezahlten sie 21,3% der Gesundheitskosten aus der eigenen Tasche und 40,7% in Form von indirekten Beiträgen, hauptsächlich über die Krankenversicherungsprämien. Der Restbetrag (31,3%) wurde weitgehend von der öffentlichen Hand, namentlich von den Kantonen, übernommen. Die Gesundheitsausgaben der Haushalte stiegen zwischen 2023 und 2024 um 5,8% an, jene des Staates um 5,7%. Die Sozialversicherungsbeiträge der Unternehmen verringerten sich hingegen um 3,1%.
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