USA – Milchzähne speichern mehr als nur Spuren der Kindheit, in ihren Dentinschichten können sich auch chemische Substanzen aus Schwangerschaft und frühen Lebensjahren ablagern. Genau dieses Langzeitarchiv haben US-Forschende genutzt und dabei deutliche Unterschiede zwischen Kindern mit und ohne Autismus gefunden.
Blut- und Urinproben bilden die Belastung mit vielen Chemikalien nur über einen kurzen Zeitraum ab, Milchzähne hingegen beginnen bereits im Mutterleib mit ihrer Entwicklung und können eingelagerte Substanzen über Jahre hinweg bewahren. Für ihre Pilotstudie untersuchten Forschende deshalb ausgefallene Milchzähne von 38 Kindern, 22 mit und 16 ohne Autismus, auf Pestizide, Weichmacher und weitere chemische Verbindungen.
Insgesamt wurden 60 Substanzen bei mehr als der Hälfte der Kinder nachgewiesen. Bei 57 davon, also 95 Prozent, lagen die Konzentrationen in der Autismusgruppe höher als in der Kontrollgruppe. Bei 19 Verbindungen war der Unterschied statistisch signifikant. 65 Prozent der gefundenen Stoffe sind als Entwicklungstoxine oder endokrin wirksame Substanzen bekannt. Für die übrigen 35 Prozent liegen nach Angaben der Studie bislang keine Entwicklungsdaten der US-Umweltbehörde EPA vor. Besonders deutlich unterschieden Benzylbenzoat, Organophosphatester und Caprolactam zwischen beiden Gruppen. Als mögliche Quellen nennen die Forschenden unter anderem Babyflaschen und andere Babyprodukte, PEX-Rohrleitungen sowie Materialien mit Lebensmittelkontakt. Fünf der neun Substanzen, die die Gruppen am stärksten voneinander unterschieden, können laut Studie aus Babyflaschen freigesetzt werden.
Zugleich grenzen die Autoren um Erstautorin Lynne P. Heilbrun die Aussagekraft ihrer Ergebnisse klar ein: „Unsere Pilotstudie weist keine kausalen Zusammenhänge nach.“ Sie sehen die Ergebnisse vielmehr als Grundlage für größere Fall-Kontroll-Studien, die langfristige Expositionen und mögliche Zusammenhänge mit Autismus weiter untersuchen sollen.
Schlagwörter:
Kalifornien – Kinder mit speziellen sensorischen Empfindlichkeiten, wie sie bei Autismus auftreten, sind besonders von Ungleichheiten in der ...
NEW YORK, USA – Bisher wurde angenommen, dass eine genetische Veranlagung und Umweltfaktoren für Autismus ursächlich sind. In einer ...
GÖTEBORG – Kinder und Jugendliche mit Asthma haben ein größeres Kariesvorkommen und leiden öfter an Gingivitis als Gleichaltrige ...
Bern/Belgrad – Eine Studie eines internationalen Forschungsteams hat den Zusammenhang zwischen dem Kariesstatus bei zwölfjährigen Kindern in Europa und ...
OHIO, USA – In den letzten Monaten häuften sich die Berichte darüber, dass es bei zahnärztlichen Behandlungen von Kindern unter ...
LEIPZIG – In Fachkreisen wird die Molaren-Inzisiven-Hypermineralisation, kurz MIH, derzeit als neue Volkskrankheit bezeichnet. Auch in der Schweiz sind ...
Madrid – Implantologische Eingriffe sind nicht nur fachlich fordernd, sondern offenbar auch körperlich spürbar. Eine spanische Pilotstudie hat ...
Neuchâtel – In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Mund- und Zahngesundheit der Bevölkerung in der Schweiz deutlich verbessert. Im Jahr 2022 ...
BERN – Die erste Betriebsphase von SwissPedDose, der nationalen Datenbank mit harmonisierten Empfehlungen zur Arzneimitteldosierung bei Kindern, hat die...
BERN - Fachleute fordern in einem Manifest umfangreiche Massnahmen zur Verbesserung der derzeitigen Lage.
Live-Webinar
Do. 29. Oktober 2026
19:00 Uhr (CET) Zurich
Live-Webinar
Fr. 30. Oktober 2026
14:00 Uhr (CET) Zurich
Live-Webinar
Mo. 2. November 2026
19:00 Uhr (CET) Zurich
Live-Webinar
Di. 3. November 2026
14:00 Uhr (CET) Zurich
Live-Webinar
Di. 3. November 2026
17:00 Uhr (CET) Zurich
Live-Webinar
Di. 3. November 2026
19:00 Uhr (CET) Zurich
Dr. Stephen Chu DMD, MSD, CDT
Live-Webinar
Di. 3. November 2026
19:00 Uhr (CET) Zurich
To post a reply please login or register